Web TV Player for your site:
Loading the player ...
Vatikanreport: Neueste Ausgrabungen
CG: Unter unseren Füßen verbergen sich zahllose Schätze aus alten Zeiten. Und oft sind diese Kunstwerke unter Farb- oder einfachen Schmutzschichten verborgen. Im heutigen Vatikanreport werfen wir einen Blick auf die neuesten Entdeckungen an einigen der heiligen Stätten Roms. Ich bin Carol Glatz, Romkorrespondentin des Katholischen Nachrichtendienstes. CM: Und ich bin Cindy Wooden. Ein römischer Archäologe hat einmal gesagt, wenn man Rom in der Mitte durchschneiden könnte, würde es wie eine Hundert-Schichten-Torte aussehen. Jede neue Schicht der Geschichte liegt über der alten. Während dies die Historiker begeistert, kann es die städtischen Ingenieure verrückt machen, weil bei jeder kleinen Arbeit –von der Fiberglasverkabelung über Fußgänger –tunnels oder ein unterirdisches Parkhaus- die Bulldozer für Monate blockiert werden können, wenn auch nur das winzigste Fragment alter Keramik zutage gefördert wird. CG: Diesen Sommer haben die Archäologen die Resultate einiger Untersuchungen im ältesten Gefängnis Roms bekanntgegeben, dem Mamertine: ein dunkler, feuchter Ort mit einer Kuppel in der Nähe des Forum Romanum. Petrus und Paulus waren dort eingekerkert, die Archäologen bestätigen, dass sie Beweise für diese Vermutung gefunden haben. Sie halten es für erwiesen, dass diese Stelle seit dem 7. Jahrhundert ein Ort der Verehrung des Hl. Petrus war. Sie entdeckten und restaurierten außerdem farbige Fresken des 11. und 14. Jahrhunderts mit der Darstellung des Hl. Petrus und Jesus. Sie entfernten Fußböden aus Holz und Backsteinen in dem Gefängnis und zogen Schlüsse über die Bedeutung dieses heiligen Ortes in der vorchristlichen und heidnischen Zeit. CW: Dieser wurde bereits im 4. Jahrhundert vor Christus als heiliger Ort bestätigt. Tatsächlich gab es hier eine unterirdische Quelle, und die Römer machten den Wassernymphen besondere Offerten, vielleicht in der Hoffnung, dass der lebensspendende Wasserfluss niemals versiege. Andererseits machte die Kuppelform es zu einem sehr sicheren Gefängnis und diente diesem Zweck bis zum 4. Jahrhundert n.Ch. Feinde des Römischen Reiches, besonders politische Widersacher, wurden in diese Wassergrube geworfen. Der Chefarchäologe des Projekts hat gesagt, die Römer glaubten, dass auf diese Weise die Gefangenen der Unterwelt entgehen könnten, einem schlimmeren Schicksal als der Tod. Aber laut der Überlieferung reservierten die Römer ein direkteres Verfahren für Petrus, kreuzigten ihn mit dem Kopf nach unten und beerdigten ihn hier an dieser Stelle, wo später die Petersbasilika entstand. CG: Zu den weiteren Schätzen, die dieses Jahr entdeckt wurden, gehören die ältesten existierenden Darstellungen der Heiligen Petrus, Paulus, Andreas und Johannes. Mit Hilfe von Laser entfernten die Archäologen eine dicke Schicht von Calciumcarbonat und förderten so die alten Fresken in den Katakomben von Santa Tecla in Rom zutage. Experten sagen, die Bilder aus dem 4. Jahrhundert zeigten, dass die Verehrung der Apostel viel eher begonnen habe, als die meisten Kirchenhistoriker bisher annahmen. Aber manchmal ist ein verborgener Schatz überhaupt nicht das, was er zu sein verspricht. Die Vatikanzeitung deutete vor einigen Wochen an, dass ein in einer Jesuitenkirche Roms gefundenes Gemälde Caravaggio zugeschrieben werden könnte. Aber der Direktor der Vatikanischen Museen hat diese Nachricht dementiert und gesagt, das künstlerische Urteil einiger Personen sei von einem Caravaggio-Fieber umnebelt. Ich bin Carol Glatz.
CG: Unter unseren Füßen verbergen sich zahllose Schätze aus alten Zeiten. Und oft sind diese Kunstwerke unter Farb- oder einfachen Schmutzschichten verborgen. Im heutigen Vatikanreport werfen...leggi tutto





