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Unsere Frau von Luján: Mutter der Armen und Demütigen
Das Heiligtum unserer lieben Frau von Luján in Argentinien ist eines der wichtigsten Pilgerziele in Lateinamerika. Es befindet sich ca. 60 Kilometer außerhalb von Buenos Aires, der Hauptstadt von Argentinien. Die Geschichte des Heiligtums begann im Jahre 1630, als ein Mann namens Farías aus Portugal einen seiner Freunde bat, ihm ein Bild der Unbefleckten Empfängnis aus Brasilien schicken, damit er es in einer Kapelle in Sumampa in Argentinien benutzen könne. Eine Weile danach erhielt er das Angebot zweier Statuen, eine der Unbefleckten Empfängnis und eine der Muttergottes. Als beide Statuen fertiggestellt waren, wurden sie in einen Wagen verladen und nordwärts transportiert. Eines Nachts hielt der Wagen an, um die Nacht am Lujánfluss zu verbringen. Am nächsten Morgen stellte der Kutscher allerdings fest, dass die Esel den Wagen nicht mehr weierziehen konnten, sogar dann nicht, als Gewicht entfernt wurde. Erst als sie genau die Kiste mit der Statue der Unbefleckten Empfängnis entfernten, war es wieder möglich, den Wagen weiterzubewegen. Die Kutscher glaubten, dass dies ein Zeichen unserer Lieben Frau war, die ihnen sagen wollte, dass sie hier verehrt werden wolle. Die Argentinier betrachten diesen Ort als etwas Besonderes, an dem Kinder das Sakrament der Taufe empfangen und Menschen Buße vollziehen. Menschen, die sich unserer lieben Frau weihten, begannen bald hier zu leben. Auf diese Weise wurde der Platz schnell zu einem kleinen Dorf und bekam den Namen „Das Dorf unserer Frau von Luján“; 1755 wurde es offiziell zur Stadt erklärt. Die Hingabe an unsere Frau von Luján nahm jedes Jahr zu, auch durch die Wunder, die dort geschahen. Am 23. Oktober 1730 wurde die Pfarrei Luján eröffnet. Am 4. Mai 1890 begann man mit dem Bau der Basilika, die heute noch zu sehen ist. Die Statue, die fast vollständig aus gebranntem Ton besteht, hat ein ovales dunkles Gesicht und ist fast 30 Zentimeter hoch. Sie steht auf einem Halbmond, der sich aus einer Wolkendecke hebt und wird von vier geflügelten Cherubinen umkreist. Sie trägt ein weißes Gewand und einen himmelblauen Mantel, die Hände sind gefaltet. Am 3. Dezember 1871 wurde die erste große Pilgerfahrt zum Heiligtum von Luján organisiert und seit dem kamen Millionen von Menschen jedes Jahr zu diesem Ort. Der offizielle Feiertag ist am 8. Mai. Mutter Maria, wir bitten dich, allem Hass ein Ende zu setzen und uns zu helfen, unsere ungeordneten Triebe zu kontrollieren, befreie uns vom krankhaften Wunsch nach materiellen Gütern. Pflanze in unserem Herzen den Samen der Demut und des Verstehens und entwurzle jeden Stolz. Erlaube dem „Kain“ in uns nicht, sein Zelt aufzuschlagen und bewahre unser Herz davor, mit Blut irgendeines gerechten Abel befleckt zu werden.
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